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Amerikanische Riot Police am lachen

Gesundheit – Unsere Abwehrsysteme

Gesundheit ist nicht nur das Fehlen einer Krankheit. Gesundheit ist ein aktiver Zustand, den es gilt zu hegen und zu pflegen. Dein Körper verfügt über viele Abwehrsysteme. Die folgenden Systeme stellen wir hier kurz und bündig vor: Angiogenese, Stammzellen, Mikrobiome, DNA-Schutz. Diese Systeme sind dafür verantwortlich, unsere Gesundheit zu erhalten und uns vor den täglichen Gefahren des Alltags zu beschützen. Wenn Du darüber Bescheid weißt wie Deine Abwehrsysteme Deinen Körper wie eine Festung beschützen und Du Dir der Funktionen dieser bewusst bist, dann kannst Du diese Heilkräfte aktiv nutzen um ein längeres und vor allem gesünderes Leben zu führen.

Angiogenese

Gruseliger Fakt!
Halte Dich fest. Wir alle haben Krebs der in unserem Körper wächst. Jeder einzelne von uns, sogar Du. In Autopsie-Studien an Personen, die zu Lebzeiten nie eine Krebsdiagnose erhielten, hatten fast 40% der Frauen im Alter von vierzig bis fünfzig Jahren mikroskopische Tumore in der Brust, etwa 50% der Männer zwischen fünfzig und sechzig hatten mikroskopische Krebserkrankungen in der Prostata und nahezu 100% der Menschen über siebzig hatten mikroskopische Krebserkrankungen der Schilddrüse1.

Wie kann das sein?
Solche Tumore entstehen, wenn gesunde Zellen während der Zellteilung natürliche Fehler begehen, oder wenn die DNA einer Zelle durch Umwelteinflüsse verändert wird. Bis zu zehntausend Fehler treten täglich bei der Zellteilung in Deinem Körper auf, was die Entstehung von Krebs nicht nur normal, sondern auch unvermeidlich macht2. Glücklicherweise sind diese mikroskopischen Krebsarten völlig harmlos. Die meisten von ihnen werden nie gefährlich. Sie beginnen klein, kleiner als die Spitze eines Kugelschreibers, und solange sie sich nicht vergrößern und in Organe eindringen können, können sie sich nicht ausbreiten und tödlich werden. Unsere Körper haben ein bemerkenswertes Schutzsystem, welches diese Krebszellen klein hält – dies geschieht durch das konsequente Abschalten der Blutzufuhr. So verhungert die bösartige Zelle und kann nicht mit Nährstoffen versorgt werden, um zu wachsen.

Was kann ich tun?
Eine ganze Menge! Du selbst kannst diese Schutzsysteme optimieren und verbessern, indem Du die richtigen Lebensmittel zu Dir nimmst. Mehr als hundert Lebensmittel können die Abwehrkräfte des Körpers verbessern, um den Krebs verhungern zu lassen und die Tumore winzig klein und harmlos zu halten. Unter diesen Lebensmitteln befinden sich u.a. Soja, Tomaten, schwarze Himbeeren, Granatapfel und sogar einige überraschende wie Süßholz, Bier und Käse. Letztere sollten natürlich in Maßen konsumiert werden, da der positive Effekt sonst ganz schnell ins Negative umschlagen kann. Das Waffenarsenal um diese Tumore in Schach zu halten findest Du also im Lebensmittelhandel, auf dem Wochenmarkt und in Deinem Garten!

Was ist Angiogenese genau?
Die Angiogenese (altgriechisch:  ángos “Gefäß” & génesis “Entstehung”) beschreibt den Prozess mit welchem unser Körper Blutgefäße durch sogenannte Spaltvorgänge zum Wachsen bringt, um so neue Blutgefäße zu entwickeln. Unter normalen Umständen sind Blutgefäße Lebensförderer, die Sauerstoff und lebenswichtige Nährstoffe an alle unsere Organe abgeben. Aber wenn Blutgefäße wachsen, können sie auch mikroskopische Krebsarten ernähren. Ein gesundes Angiogenese-System regelt daher genau wann und wo Blutgefäße wachsen sollten und kann zudem verhindern, dass Tumore auf die Barrikaden springen, um sich eine private Blutversorgung für die Sauerstoffaufnahme zu rekrutieren. Diesen Sauerstoff brauchen sie wiederum um zu wachsen. Wenn der Körper diese Fähigkeit zur Kontrolle der Blutgefäße verliert, kann eine Vielzahl von Krankheiten auftreten, einschließlich Krebs. Solange das Angiogenese-System richtig funktioniert bilden sich am richtigen Platz, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge neue – aber nicht zu viele – Blutgefäße. Aufgrund dieses mächtigen Gesundheits- und Abwehrsystems, welches auf natürliche Weise Krebs vernichtet, braucht Krebs keine Krankheit sein3.

Stammzellen – Die Erneuerung

Hallo Stammzellen!
Wenn die Angiogenese neue Blutgefäße hervorbringt, um Deine Organe mit Nährstoffen zu versorgen, was pflegt dann die Organe an sich? Die Antwort: Stammzellen. Stammzellen sind so wichtig für die Gesundheit der Organe, dass Sie, wenn sie plötzlich nicht mehr arbeiten würden, innerhalb einer Woche tot wären. Von Anfang an spielten Stammzellen eine Schlüsselrolle bei der Erzeugung und Erhaltung Deines Körpers und Deiner Gesundheit. Das Bemerkenswerte an den Stammzellen ist, dass sie pluripotent sind, d.h. sie können jede Zelle oder jedes Gewebe im Körper bilden. Im Detail bedeutet dies das unsere Stammzellen Muskulatur, Nerven, Haut, Gehirn, Augapfel und alles weitere bilden. Zum Zeitpunkt der Geburt haben sich die meisten Zellen des sich entwickelnden Menschen in Ihre endgültige Organform verwandelt, sodass nur noch ein winziger Bruchteil der Stammzellen übrig bleibt. Nach der Geburt bleiben einige Stammzellen in der Nabelschnur und in der Plazenta stecken.  Die in der Nabelschnur enthaltenen Stammzellen können als Nabelschnurblut entnommen werden und an eine Stammzellbank geschickt werden kann. Dort werden die Zellen eingefroren und für den zukünftigen medizinischen Gebrauch bevorratet. Diese können eines Tages für Dein Kind oder sogar für Dich selbst und den Rest Deiner Familienmitglieder nützlich sein um z.B.  geschädigte Organe zu regenerieren oder zu heilen. Es ist ein einmaliger Deal und ich empfehle auf jeden Fall das Nabelschnurblut zu einer Stammzellenbank zu schicken. Ich selbst habe dies für meine Kinder leider nicht wahr genommen, da ich mich zu dem Zeitpunkt der Geburt zu wenig mit dem Thema befasst habe.

Was machen Stammzellen genau?
Trotz Ihrer geringeren Anzahl spielen Stammzellen nach wie vor eine entscheidende Rolle im Leben eines ausgewachsenen Menschen. Selbst mit zunehmenden alter regenerieren sich unsere Organe noch “hinter den Kulissen”. Dieser Prozess läuft je nach Organ unterschiedlich und in seinem ganz eigenen Tempo ab4.

  • Dein Dünndarm regeneriert sich alle zwei bis vier Stunden.
  • Deine Lunge und Dein Magen alle acht Tage.
  • Deine Haut alle zwei Wochen.
  • Deine roten Blutkörperchen alle vier Monate.
  • Deine Fettzellen alle acht Jahre.
  • Dein Skelett alle zehn Jahre.

Auch das Regenerationstempo ändert sich mit dem Alter. Wenn Du 25 Jahre alt bist, werden etwa 1% der Zellen in Deinem Herzen jährlich erneuert. Dieser Prozess verlangsamt sich jedoch mit zunehmendem Alter. Mit 75 Jahren werden jedes Jahr nur noch ca. 0,45% der Herzzellen erneuert5.  Deine Immunzellen zum Beispiel regenerieren sich alle sieben Tage. Sprich, wenn Deine Stammzellen gänzlich verschwinden würden, würdest Du sicherlich sehr schnell an einer Infektion sterben. Wichtig ist demnach zu verstehen, dass unsere Stammzellen an vorderster Front kämpfen.

Die heilende Kraft von Stammzellen
Wie wir im oberen Teil des Artikels bereits erfahren haben sind Stammzellen lebensnotwendig, da sie uns im wahrsten Sinne des Wortes von innen nach außen heilen. Stammzellen reparieren, ersetzen und regenerieren tote oder ermüdete Zellen. Man kann sich Stammzellen wie eine Spezialeinheit der Polizei vorstellen. Sie sammeln essenziell wichtige Informationen, führen Aufklärungsarbeiten und geheime Missionen durch und das alles,  um Deine Organe optimal in Schuss zu halten. Sobald Du an einer Infektion leidest treten Deine Stammzellen in Aktion, um Heilmaßnahmen vorzunehmen. Wie auch schon bei der Angiogenese erwähnt zeigen aktuelle Studien das Deine Stammzellen massiv von Deiner Ernährung beeinflusst werden. Wer hätte es gedacht. Egal ob du Sportler bist, schwanger und ein Baby austrägst oder einfach nur der Zahn der Zeit an Dir nagt, die richtige Ernährung kann Deine Stammzellen unterstützen mit voller Power Ihre Reparaturarbeiten an Deinem Körper vorzunehmen. Unter Ernährung findest Du einige Lebensmittel die Deinen Stammzellen helfen können auf volle Fahrt zu kommen. Deine Regeneration muss sich demnach nicht auf die neuste medizinische Technologie verlassen, sie fängt zu Hause bei Dir in der Küche an.

Mikrobiome

Mikro was?
Im engeren Sinn beschreibt ein Mikrobiom die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die ein Lebewesen in natürlicher Weise (d. h. ohne Auslösung von Krankheitssymptomen) besiedeln. (Quelle: Urs Jenal: Der Mensch und seine Mikroorganismen. Interaktionen zwischen Krankheit und Wohlbefinden. (Wieviel Mensch ist ein Mensch?) Autor am Biozentrum der Universität Basel.) Du teilst Dir Deinen Körper mit ca. 38 Billionen winzigen Mitbewohnern – hauptsächlich bestehend aus Bakterien und Pilzen.

Zu ekelig?
Kein Grund zur Panik! Die medizinische Fachwelt glaubte vor Jahrzehnten noch, dass diese Mikroorganismen scheußliche Krankheitserreger sind welche wir am besten sterilisieren und mit Antibiotika abtöten sollten. Heute weiß man glücklicherweise, dass die Mehrheit dieser Bakterien in einem hochintelligentem Netzwerk arbeitet, um unsere Gesundheit und Immunität positiv zu beeinflussen und die wirklich bösen Bakterien und Viren abzuwehren. Im Jahre 2000 gab es lediglich 74 veröffentliche Studien zum Thema Mikrobiom, im Jahre 2017 waren es bereits mehr als 96006.

Gesunde Bakterien (Mikrobiome) formen ein Komplexes biologisches System welches mit unseren Organen und Zellen auf vielen Wegen kommuniziert.

Aus dem Gleichgewicht

Eine Dysbiose bezeichnet eine schwerwiegende Störung der Darmflora. Dieses Ungleichgewicht von Darmbakterien kann mit Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Autismus, entzündlichen Darmerkrankungen, infektiöser Kolitis, Reizdarmsyndrom, Krebs, Asthma, Multipler Sklerose, Alzheimer, Depression  und vielen weiteren Krankheiten in Verbindung gebracht werden (Quelle: S. Carding et al., “Dysbiosis of the Gut Microbiota in Disease”, Microbiall Ecology in Health and Disease 26 (2015): 10.3402/mehd.v26.26191; J. Lu et al., “The Role of Lower Airway Dysbiosis in Asthma: Dysbiosis and Asthma”, Mediators of Inflammation 2017 (2017): 3890601; A. C. R. Tanner et al., “The Caries Microbiome: Implications for Reversing Dysbiosis”, Advances in Dental Research 29, no. 1 (2018): 78-85; F. Lv et al., “The Role of Microbiota in the Pathogenesis of Schizophrenia and Major Depressive Disorder and the Possibility of Targeting Microbiota as a Treatment Option”, Oncotarget 8, no. 59 (2017): 100899-100907). Doch was kannst Du genau machen damit es erst gar nicht so weit kommt?

Deine Nahrungsaufnahme beeinflusst Dein Mikrobiom
Ob Dein Mikrobiom gut oder schlecht funktioniert wird hauptsächlich von Deiner Ernährung bestimmt. Über den Zeitraum einer Lebensspanne laufen ca. 60 Tonnen Nahrung durch unser Verdauungssystem (Quelle: E. Thursby and N. Juge, “Introduction to the Human Gut Microbiota”, Biochemical Journal 474, no. 11 (2017): 1823-1836.) Was Du isst, gibt nicht nur Dir ein befriedigendes Völlegefühl, es ernährt auch die in Deinem Darm befindlichen Bakterien. Probiotische Lebensmittel können zum Beispiel die Funktionsfähigkeit der Bakterien verbessern. Durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln die bereits von Natur aus Mikrobiome enthalten kannst Du sogar die Anzahl der guten Bakterien in Deinem Darm steigern.

Lebensmitteln die gesunde Bakterien enthalten

  • Sauerkraut
  • Kimchi (aus der Koreanischen Küche bekannt)
  • Pao Cai (aus der Chinesischen Küche bekannt)
  • Sauerteigbrot
  • Käse (z.B. Gouda)
  • Natur Joghurt
  • etc.

Auch sind Probiotische Nahrungsergänzungsmittel mittlerweile weit verbreitet. Diese können sicherlich gerade im Falle von Durchfall und leichten Verdauungsbeschwerden genommen werden, Sie ersetzen aber natürlich nicht eine ausgewogene Ernährung auf Basis z.B. oben beschriebener Produkte. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass ich mir all diese Informationen selbst mühevoll aus unzähligen Artikeln und Büchern zusammen gesucht habe. Solltest Du an diesem Thema weiter interessiert sein ließ Dich bitte noch einmal tiefer in das Thema ein.

DNA-Schutz

Unsere DNA ist ein Wunder! Auf der einen Seite ist sie unser vorprogrammierter genetischer Fahrplan. Auf der anderen Seite ein wichtiges Abwehrsystem. Unsere DNA hat ein bemerkenswertes Reparatursystem welches uns vor Sonneneinstrahlung, Haushaltschemikalien, Stress, zu wenig Schlaf, schlechter Ernährung und vielen weitere Straftaten die wir unserem Körper antun 24/7 schützt. Wichtig ist zu verstehen, dass wir durch unsere Ernährung und gewisse Lebensmittel die DNA dazu bewegen können sich selbst zu reparieren. Gewisse Lebensmittel haben die Eigenschaft die hilfreichen Gene einzuschalten und im Gegenzug schädliche auszuschalten (Quelle: https://www.sciencedaily.com/releases/2011/09/110919073845.htm).

DNA Gefahren
Deine DNA hält jeden Tag mehr als zehntausend natürlich vorkommenden schädlichen Ereignissen stand, Wow! Einige dieser schädlichen Ereignisse passieren rein zufällig, wenn die Billionen Zellen arbeiten und sich reproduzieren, Tag ein Tag aus. Andere schädliche Ereignisse können zum Beispiel durch Entzündungen und Infektionen hervorgerufen werden. Typische Schäden denen deine DNA täglich ausgesetzt ist, sind die UV-Strahlen der Sonne, aber auch aus der Erde aufsteigende unsichtbare Gase, passives Rauchen, Chemikalien in üblichen Haushaltsprodukten oder ein tiefer Atemzug des Benzingeruchs an der Tankstelle – um nur ein paar Beispiele zu nennen (Quelle: https://www.canada.ca/en/health-canada/services/publications/healthy-living/carcinogens-tobacco-smoke.html, https://www.epa.gov/radon/health-risk-radon).

Quellenangaben:

  1. (Quelle: J. Folkman & R .Kalluri, “Cancer without disease”, Nature 427, no. 6977 (2004): 787.)
  2. (Quelle: B.N. Ames, M.K. Shigenaga and T.M. Hagen, “Oxidants, Antioxidants and the Degenerative Diseases of Aging, “Proceedings of the National Academy of Sciences USA 90, no. 17 (1993): 7915-7922; S.Clancy, “DNA Damage and repair: Mechanisms for Maintaining DNA Integrity, “Nature Education 1, no. 1(2008): 103)
  3. (Quelle: William W. Li, MD., “Eat to beat diseaese”, Grand Central Publishing, Chapter 1, P.4) & (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Angiogenese) & (Quelle:  J. Folkman & R .Kalluri, “Cancer without disease”, Nature 427, no. 6977 (2004): 787.)
  4. (Quelle: William W. Li, MD., “Eat to beat diseaese”, Grand Central Publishing, Chapter 2, P.16-17 ) & (Quelle: Ron Milo and Rob Phillips, “How Quickly do Different Cells in the Body replace Themselves?”, Cell Biology by the numbers, http://book.bionumbers.org/how-quickly-do-different-cells-in-the-body-replace-themselves; “Lifespan of a red Blood Cell”, Bionumbers, https://bionumbers.hms.harvard.edu/bionumber.aspx?id=107875&ver=5&trm=107875&org=)
  5. (Quelle: “Determination of Adipose Cell Size in Eight Epididymal Fat Pads by Four Methods”, Bionumbers. http://bionumbers.hms.harvard.edu/bionumber.aspx?&id=107076)
  6. (Quelle: William W. Li, MD., “Eat to beat diseaese”, Grand Central Publishing, Chapter 3, P.39)
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